Als Freiwillige beim City of Belfast YMCA

- Wandgemälde

- Schulprogramm

- Team
Nachdem wir uns an den örtlichen Lingo (accent) gewöhnt und uns damit abgefunden hatten, dass Iren es für nötig halten, vor jedes Nomen das Wort "wee" zu setzen, was alles und nichts bedeuten kann, hatten wir uns gut eingelebt.
Die Bürogebäude des City of Belfast YMCA mit Kindergarten, professionellem Fitnesscenter, Veranstaltungsräumen und Sportfeldern grenzen an einen Park.
Wir als Volunteers waren in so ziemlich alle Programme des YMCAs einbezogen, was die Arbeit interessant machte. Wir hatten so die Möglichkeit, in 9 verschiedenen Jugendprogrammen mitzuarbeiten.
Das sind zum einen Community Relation Programme, zum anderen Gruppen, die sich mit Politik oder Outdoor Training beschäftigen. Zu unseren Aufgaben gehörten dann noch Jugendgruppen in der Falls (katholische Gegend) und der Shankill (protestantische Gegend) sowie in unseren eigenen Gebäuden. Während der Ferien gibt es einTagesprogramm. Das größte Projekt ist das Community Relation Programme in Grundschulen rund um Belfast. Hier werden katholische und protestantische Kinder zusammen gebracht und es wird versucht, durch Spiel und Spaß Vorurteile abzubauen, um friedlich miteinander zu leben.
Ich arbeitete in der Youth in Government Group mit. Mit ihr werden Jugendliche an das politische Leben herangeführt, was besonders wichtig ist für Nordirland. Wir sprachen mit Politikern in den Parlamenten in London, Dublin und Belfast. Neben meiner vielseitigen Arbeit führte ich ein recht multikulturelles Leben. Dazu kam noch ein klasse Mitarbeiterteam.
Der YMCA hat mit der Zirkusschule zusammen für vier Freiwillige ein typisch britisches Backsteinreihenhaus im Uni-Viertel gemietet. Wir waren eine WG unter vielen, hatten aber mehr Kontakt zu Menschen aus anderen Ländern, vor allem auch zu anderen Freiwilligen. Irgendwie scheinen in Belfast kaum Iren zu wohnen.
Dadurch lernte ich nicht nur viel über andere Kulturen und Mentalitäten, sondern auch so einiges über meine eigene.
An Belfast muss man sich erst einmal gewöhnen, da doch an so einigen Ecken und Enden noch der Konflikt zu sehen und zu spüren ist. Aber es ist eine sehr lebendige Stadt, in der es sich gut leben lässt. Live Musk ist überall zu hören. Es gibt viele verschiedene kleine Festivals und so einiges andere zu erleben.
Da Nordirland ja nicht das größte Land der Welt ist, ist es leicht, es durch Ausflüge kennen zu lernen. Die Felsenküste ist beeindruckend! Und zum Abschluss kann ich sagen: Lasst euch dieses Erlebnis nicht entgehen! Ich möchte es nicht missen!
Franziska Dorn (Jahrgang 2008/09)
Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung (Mitteilung) trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.
