Peru
Das Land an der Nordwestküste Südamerikas ist mit 1.285.220 km² mehr als dreimal so groß wie Deutschland, hat aber nur ein Drittel der Einwohnerzahl. Peru wird von Nord nach Süd durch die Gebirgskette der Anden geteilt.
Es gibt drei geografisch und klimatisch sehr unterschiedliche Zonen: die Küstenregion "costa" ist im Sommer (Dez.-März) sehr heiß, sonst kühler, das Hochland "sierra" hat subtropisches und der Regenwald am Amazonas "selva" tropisches Klima. Die Bevölkerung konzentriert sich auf die Küstenregion, in der auch die großen Städte, wie Lima, Trujillo und Arequipa zu finden sind. Das Hochland, das bis zu 4.000m hohe Berge beheimatet, ist von traditioneller Landwirtschaft und Viehzucht aber auch vom Abbau von Bodenschätzen geprägt. Nach Deutschland wird zum Beispiel Kupfer ausgeführt. Das Amazonasgebiet ist nur dünn besiedelt und wirtschaftlich kaum entwickelt.
Bedingt durch die Kolonialzeit ist Peru stark von der spanischen Kultur geprägt worden. Neben 47% indigener Bevölkerung gibt es 37% Mestizen, 13% europäischer Herkunft und 3% asiatischer und afrikanischer Herkunft; Spanisch ist Landessprache, die indigene Bevölkerung spricht auch Quechua und Aymara.
95% der Bevölkerung gehören der römisch-katholischen Kirche an.
Peru ist seit 1821 unabhängig und wird seit 2001 von einem demokratisch gewählten Parlament als Republik regiert. Die Entwicklung des Landes ist seitdem vor allem in der Küstenregion voran gegangen. Der Anteil der Bevölkerung, die mit weniger als 1 US-Dollar auskommen muss, beträgt ca.10%. Grundlegende Bildung ist für fast alle Kinder gewährleistet, sodass die Analphabetenrate nur 12% beträgt.
Mit Deutschland verbindet Peru eine langjährige entwicklungspolitische Zusammenarbeit vor allem auf dem Gebiet der Stärkung demokratischer und rechtsstaatlicher Strukturen. Daneben werden die Verbesserung der Trinkwasserversorgung und der Abwasserentsorgung, die ländliche Entwicklung und der Umweltschutz gefördert.
Die ACJ Peru (CVJM) Lima wurde 1920 gegründet. Sie arbeitet heute in 5 Zentren der Hauptstadt Lima und in Trujillo, im Norden des Landes. Beschäftigt sind insgesamt ca. 200 Mitarbeiter. Schwerpunkte sind Sport-, Freizeit- und Bildungsangebote und ein umfangreiches Entwicklungsprogramm in den "Pueblos jovenes" (den Elendsvierteln).
Aktion Hoffnungszeichen fördert folgende Projekte in Peru: Straßenkinder in Lima, Frauen als Kleinunternehmerinnen, Gesundheitsförderung Lima
(Angaben zur Landeskunde: www.auswaertiges-amt.de)






