CVJM-JUGENDPOLITIK AKTUELL Nr. 254
25. August 2010
Liebe Leserinnen und Leser,
hier ist die neue Ausgabe von CVJM-Jugendpolitik aktuell.
Besonders möchte ich hinweisen auf die aktuelle Diskussion um die Aussetzung der Wehrpflicht und die mögliche Einführung eines sogenannten freiwilligen Zivildienstes, in die sich auch der CVJM eingemischt hat. Die Träger der Freiwilligendienste sind sich einig: Wir brauchen keinen sogenannten freiwilligen Zivildienst. Vielmehr sollte jetzt die Chance genutzt werden, die Freiwilligendienste endlich bedarfsgerecht auszubauen. Noch ist der Bundestag in den Parlamentsferien. Bitte nutzen Sie / nutzt ihr die Zeit bis zum 10. September um mit den Bundestagsabgeordneten in den Wahlkreisen über diese wichtige Frage der Weiterentwicklung freiwilligen Engagements in unserer Gesellschaft ins Gespräch zu kommen.
Hinweisen möchte ich auf unsere nächsten Veranstaltungen.
Vom 24. bis 25. September 2010 findet im Sophienhof Berlin der Jugendpolitische Konsultationstag zum Thema "Fair einmischen – zukunftsfähig handeln" statt.
Als Referenten sind u. a. mit dabei:
- Prälat Dr. Bernhard Felmberg, Bevollmächtigter des Rates der EKD bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union,
- Katja Breyer, Referentin für die Bildungsarbeit "Zukunftsfähiges Deutschland" beim Evangelischen Entwicklungsdienst (EED). und
- Fritz Paweltzik, langjähriger CVJM-Bruderschaftssekretär. Mehr Informationen gibt es [HIER]
Vom 1. bis zum 4. Oktober 2010 feiern wir im Rahmen von Berliner Gesprächen 20 Jahre Deutsche Einheit.
Mit dabei sind vier interessante Zeitzeugen:
- Oberkirchenrat David Gill, LL.M., Stellvertreter des Bevollmächtigten des Rates der EKD, der 1990 als junger Theologiestudent bei der Erstürmung der Stasizentrale in der Berliner Normannenstraße dabei war;
- Wolfgang Tiefensee, MdB, aus der Hauptstadt der 89er Revolution, OB von Leipzig a. D. und Bundesverkehrsminister a. D.;
- Dr. Christoph Bergner, MdB, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern und Aussiedlerbeauftragter der Bundesregierung, von 1993 bis 1994 Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt und
- der leidenschaftliche CVJMer Eberhard Heiße , der in "Durchs rote Meer und andere Wüsten" sein bewegendes Leben in der DDR aufgeschrieben hat.
Das vollständige Programm gibt es [HIER]
Gerne können Sie / könnt ihr CVJM-Jugendpolitik Aktuell weiterempfehlen. Wer in den Verteiler aufgenommen werden möchte, schicke bitte eine E-Mail, wer "CVJM-Jugendpolitik Aktuell" nicht mehr beziehen möchte ebenfalls.
Der Redaktionsschluss dieser Ausgabe war am 25. August um 14 Uhr.
Ich grüße Sie / euch ganz herzlich aus Berlin.
Ihre / eure
Sigrid Müller
Referentin für Jugendpolitik (verantwortlich für den Inhalt)
Inhalt
WEHRPFLICHT / ZIVILDIENST / FREIWILLIGENDIENSTE
Kristina Schröder schlägt bundesweiten freiwilligen Zivildienst vor / Bundesfamilienministerin informiert über Stand der Überlegungen zum Zivildienst
Berlin, 23.08.2010 (bmfsfj). Die für den Zivildienst zuständige Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder, hat die Fachpolitiker der Koalition am 23. August über den Stand der Überlegungen zum Zivildienst informiert.
"Unsere 90.000 Zivildienstleistenden pro Jahr leisten einen wertvollen Beitrag zur sozialen Infrastruktur in Deutschland. Dieses Engagement ist für uns kaum wegzudenken. Für den Fall von Veränderungen bei der Wehrpflicht muss es deshalb fertige und funktionale Alternativkonzepte für den Zivildienst geben, um schwerwiegende negative Folgen für die soziale Infrastruktur zumindest abzufedern", so Bundesfamilienministerin Kristina Schröder. [MEHR]
Bundesarbeitskreis Freiwilliges Soziales Jahr (BAK FSJ) zum Vorschlag eines bundesweiten freiwilligen Zivildienstes
Frankfurt / Hannover, 24.08.2010 (BAK-FSJ) In einer Presseerklärung ließ die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Kristina Schröder, am 23. August ihren Vorschlag eines bundesweiten freiwilligen Zivildienstes verbreiten. Im Zusammenhang mit der Aussetzung der Wehrpflicht sollen mit der gleichzeitigen Aussetzung des Zivildienstes "negative Effekte auf die soziale Infrastruktur minimiert werden." Nach Ansicht des BAK FSJ geht es der Regierung dabei aber ebenso darum, die Verwaltungsstrukturen des Zivildienstes (Bundesamt für Zivildienst - BAZ und die Zivildienst-Schulen) zu erhalten. Zur vollständigen Meldung geht es [HIER]
Freiwilligendienste stärken statt neuen Zivildienst schaffen
Hannover, 25.08.2010 (aej) Die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e. V. (aej) unterstützt die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Dr. Kristina Schröder in ihrem Anliegen, mehr Möglichkeiten für das Engagement junger Menschen in Form von freiwilligem Dienst in der Gesellschaft zu schaffen.
Dabei spricht sich die aej für das Verbessern, Stärken und Ausweiten von Freiwilligendiensten und gegen die von Bundesministerin Schröder vorgeschlagene Schaffung eines neuen Freiwilligen Zivildienstes aus. "Ein deutlich besser ausgestatteter Freiwilliger Zivildienst gefährdet die bewährten Jugendfreiwilligendienste massiv", sagt Mike Corsa, Generalsekretär der aej: "Freiwilligendienste sind und bleiben Ausdruck zivilgesellschaftlichen Handelns. Deshalb steht ihr offensiver Ausbau für uns an erster Stelle. Der Aufbau von Parallelstrukturen ist dabei nicht hilfreich." Zur vollständigen Meldung geht es [HIER]
Keine Freiwilligendienste erster und zweiter Klasse!
Kassel / Berlin, 25.08.2010 (cvjm). Zur gegenwärtigen Diskussion um die Aussetzung der Wehrpflicht und der möglichen Einführung eines freiwilligen Zivildienstes erklärt der kommissarische Generalsekretär des CVJM-Gesamtverbandes in Deutschland e. V. (Christlicher Verein Junger Menschen) Klaus Martin Janßen:
"Die Aussetzung der Wehrpflicht ist ein Schritt in die richtige Richtung. Die zwangsweise Verpflichtung von jungen Staatsbürgern stellt einen schwerwiegenden Eingriff in deren Freiheit dar, den der Staat sehr gut begründen muss. Die Veränderung der Aufgaben der Bundeswehr und die damit einhergehende Wehrungerechtigkeit haben schon lange Zweifel an der Berechtigung und Sinnhaftigkeit der Wehrpflicht aufkommen lassen.
Für die Einführung eines sogenannten freiwilligen Zivildienstes sehen wir keinerlei Handlungsbedarf." Zur vollständigen Meldung geht es [HIER]
Diakonie fordert Stärkung freiwilliger sozialer Dienste
Berlin, 23.08.2010 (dwekd). Die Diakonie begrüßt, dass Bundesfamilienministerin Kristina Schröder über die Folgen, die sich bei Aussetzen der Wehrpflicht für den Zivildienst ergeben würden, nachdenkt. [MEHR]
Neue Pläne zum Zivildienst sind Unsinn
Berlin, 23.08.2010 (spd-frak). Zum Vorschlag der Bundesfamilienministerin, einen "freiwilligen Zivildienst" einzuführen, hat der stellvertretende familienpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Sönke Rix erklärt:
"Die Verkürzung des Zivildienstes, die freiwillige Verlängerung und jetzt ein sogenannter freiwilliger Zivildienst: Die Bundesfamilienministerin tut im Moment alles, um junge Männer, die Vertreter der Einsatzstellen und die Gesellschaft zu verunsichern." [MEHR]
Bernschneider: Stärkung von freiwilligem Engagement bei Aussetzung der Wehrpflicht unumgänglich
Berlin, 23.08.2010 (fdp-frak). Zu den Vorschlägen, einen bundesweiten freiwilligen Zivildienst einzurichten, hat der FDP-Zivildienstexperte Florian Bernschneider erklärt:
"Die FDP-Bundestagsfraktion hat sich immer gegen Zwangsdienste und für Freiwilligkeit ausgesprochen. Daher wäre eine Stärkung des freiwilligen Engagements im Zuge einer Aussetzung der Wehrpflicht ein klares Zeichen liberaler Politik." [MEHR]
Freiwilligendienste: Ausbauoffensive endlich starten statt verpennen
Berlin, 19.08.2010 (gruene-frak). Zu Absichtserklärungen der Bundesregierung, die Freiwilligendienste auszubauen, hat Kai Gehring, Sprecher für Jugend- und Generationenpolitik, erklärt:
"Die Bundesregierung muss Lösungen liefern, statt weitere Jahre die Hände in den Schoß zu legen. Wenn zu Guttenberg die freiwillige Wehrpflicht will, dann muss Ministerin Schröder schleunigst Konzepte zum Zivildienst-Ausstieg und Freiwilligendienst-Ausbau vorlegen." [MEHR]
Wehrpflicht abschaffen
Berlin, 24.08.2010 (jusos). Zum Vorschlag des Verteidigungsministeriums die Wehrpflicht auszusetzen, hat der Juso-Bundesvorsitzende Sascha Vogt erklärt:
"Der Plan des Verteidigungsministers die Wehrpflicht auszusetzen, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Das Modell hat sich bereits seit Jahren überholt: Wehrgerechtigkeit gibt es schon lange nicht mehr, außerdem ist die Wehrpflicht ein Eingriff in die Freiheitsrechte junger Menschen." [MEHR]
BILDUNG/SPOLITIK
"Haus der kleinen Forscher" übertrifft Erwartungen / Naturwissenschaftliche Frühförderung erhält mehr Geld, "Technikum" läuft aus
Berlin, 20.08.2010 (bmbf). Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) wird das "Haus der kleinen Forscher" ab nächstem Jahr mit zusätzlichen zwei Millionen Euro fördern. Das Projekt schreibe eine "beeindruckende Erfolgsgeschichte", so Bundesministerin Annette Schavan. Mehr als 12.500 Kindertageseinrichtungen haben sich seit 2007 in 165 regionalen Netzwerken zusammengeschlossen, um bei Kindern frühzeitig das Interesse an naturwissenschaftlichen Phänomenen und an Technik zu wecken - etwa durch Experimentierkurse oder Museumsbesuche. [MEHR]
Bundesregierung will gegen Bildungsarmut vorgehen
Berlin, 18.08.2010 (hib/JOH). Die Bundesregierung will mit dem Bundesprogramm "Lokale Bildungsbündnisse" Kinder fördern, die von Bildungsarmut bedroht sind. Das schreibt sie in ihrer Antwort (17/2730) auf eine Kleine Anfrage (17/2607) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zur Qualitätsverbesserung im Bildungswesen. [MEHR]
"Zukunftskonto Bildung" wird beerdigt
Berlin, 24.08.2010 (spd-frak). Zum Ausstieg auf Raten der Koalition beim "Zukunftskonto Bildung" hat der bildungs- und forschungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Ernst Dieter Rossmann erklärt:
"Mit dem "Zukunftskonto Bildung" steht ein weiteres Prestigevorhaben der Koalition vor dem Aus. Für eines der wenigen klar umrissenen Vorhaben im Koalitionsvertrag werden weder im Haushaltsentwurf 2011 noch in der Finanzplanung bis 2014 die erforderlichen Mittel bereit gestellt." [MEHR]
Gutscheine für Bildung sind der richtige Weg / Unbürokratische Organisation erforderlich
Berlin, 20.08.2010 (cducsu). Zur geplanten Einführung von Bildungskarten für Kinder von Arbeitslosengeld-II-Empfängern haben der stellvertretende Vorsitzende für Bildung und Forschung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Michael Kretschmer, und die stellvertretende Vorsitzende für Arbeit und Soziales der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Ingrid Fischbach, erklärt:
"Die Bildung eines Kindes entscheidet über künftige Chancen im Leben. Es ist daher richtig, dass der Staat dort, wo er Leistungen bereitstellt, auch Einfluss auf die zielgenaue Verwendung nimmt." [MEHR]
Bundesregierung verzettelt sich im Chipkarten-Streit
Berlin, 23.08.2010 (spd-frak). Anlässlich der aktuellen Auseinandersetzung der Bundessozial- und der Bundesfamilienministerin hat die familienpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Caren Marks erklärt:
"Bei der Umsetzung des Bundesverfassungsgerichtsurteils und der Verbesserung der Bildungsteilhabe von Kindern verzettelt sich die Bundesregierung zunehmend. Kein Wort der Bundessozialministerin dazu, wie sie die Regelsätze transparent und bedarfsgerecht ausgestaltet." [MEHR]
Pieper: Bildungsgutschein statt mehr Kindergeld
Berlin, 22.08.2010 (fdp). Zur aktuellen Debatte über eine Bildungschipkarte für Kinder hat die stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP, Cornelia Pieper, erklärt:
"Unser Land lebt von klugen Köpfen. Wer von der Bildungsrepublik Deutschland spricht, sollte ja sagen zur Bildungscard. Der Staat nimmt den Eltern die Erziehung nicht ab. Weder die Verantwortung noch die Chancen." [MEHR]
Pieper für allgemeine Bildungs- und Betreuungsgutscheine
Berlin, 20.08.2010 (fdp). Zu den Plänen, eine Bildungschipkarte für Kinder einzuführen, hat die stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP, Cornelia Pieper, erklärt:
"Ich begrüße ausdrücklich die Vorschläge von Bundessozialministerin Ursula von der Leyen, auf Bundesebene eine 'Bildungschipkarte' für Kinder einzuführen, die in sozial benachteiligten Familien leben. [MEHR]
AUSBILDUNG
Modulare Ausbildung Spiel- und Theaterpädagogik: "Kulturelle Kompetenz und kreative Gestaltung"
Hannover, 19.08.2010 (aej). In den drei Regionen Hessen, Nordrhein-Westfalen und Bayern startet im Herbst 2010 ein neuer Durchgang des erfolgreich erprobten Ausbildungsformats "Kulturelle Kompetenz und kreative Gestaltung" im Bereich Spiel- und Theaterpädagogik. Der Bundesverband Kulturarbeit in der evangelischen Jugend e. V. (bka) bietet diese Ausbildung als überregionaler Träger an. [MEHR]
FAMILIENPOLITIK
Diakonie hält Regelsatz deutlich über 400 Euro für erforderlich
Berlin, 23.08.2010 (dwekd). Die Diakonie hält einen Regelsatz von deutlich über 400 Euro für erforderlich. "Gesellschaftliche Teilhabe ist ein zentrales Ziel von Sozialpolitik. Um dies zu erreichen, brauchen wir Regelsätze, die den sozialen und kulturellen Mindestbedarf decken", sagte Diakonie-Präsident Klaus- Kottnik am 23. August in Berlin. [MEHR]
Schwesig: SPD legt Drei-Säulen-Modell vor
Berlin, 24.08.2010 (spd). Nach dem Beschluss eines SPD- Positionspapiers zur Umsetzung des Urteils des Bundesverfassungsgerichts zu den (Kinder-) Regelsätzen im SPD-Präsidium hat die stellvertretende Parteivorsitzende und Ministerin für Soziales und Gesundheit, Manuela Schwesig, erklärt:
"Die SPD fordert Bundessozialministerin von der Leyen auf, der Öffentlichkeit schleunigst ein schlüssiges Konzept vorzulegen, mit dem sie das Urteil des Bundesverfassungsgerichts umsetzen will." [MEHR] "Die SPD fordert Bundessozialministerin von der Leyen auf, der Öffentlichkeit schleunigst ein schlüssiges Konzept vorzulegen, mit dem sie das Urteil des Bundesverfassungsgerichts umsetzen will." [MEHR]
Von der Leyen enttäuscht – bessere Hilfen für Kinder noch völlig ungewiss
Berlin, 20.08.2010 (sdp-frak). Anlässlich des Treffens von Bundesministerin Ursula von der Leyen mit Vertreterinnen und Vertretern von Ländern und Kommunen am 20. August anlässlich der Umsetzung des Urteils des Bundesverfassungsgerichts zu den Regelleistungen nach SGB II hat die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Dagmar Ziegler erklärt:
"Bundesministerin von der Leyen ist auch heute ein schlüssiges Konzept zur Umsetzung des Bundesverfassungsgerichtsurteils schuldig geblieben. Sie hat nicht zeigen können, wie sie die Bedarfe von Kindern transparent und angemessen ermittelt und wie hoch dementsprechend die Leistungen im SGB II überhaupt sein müssen." [MEHR]
Bundesregierung hat kein Konzept bei ALG II
Berlin, 20.08.2010 (spd-frak). Zur aktuellen Debatte rund um die künftige Ausgestaltung des ALG-II-Systems haben die arbeitsmarkt- und sozialpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Anette Kramme und die zuständige Berichterstatterin Gabriele Hiller-Ohm erklärt:
"Es ist beschämend, dass die Bundesregierung noch immer kein Gesamtkonzept für die Neugestaltung des ALG-II-Systems hat und stattdessen die Debatte mit unausgegorenen Bruchteillösungen führt." [MEHR]
Von der Leyen: Viel Getöse, aber keine Klarheit über Hartz-IV-Sätze
Berlin, 20.08.2010 (gruene-frak). Zur Vorstellung der Pläne der Bundesarbeitsministerin für eine "Bildungschipkarte" hat Renate Künast, Fraktionsvorsitzende, erklärt:
"Von der Leyen macht viel mediales Getöse um ihre "Bildungschipkarte" aber der Aufgabe der Neuberechnung der Regelsätze kommt sie nicht nach. Sie ist in der Pflicht, jetzt eine ordentliche Berechnung vorzulegen, welche Kosten für das soziokulturelle Existenzminimum von Kindern notwendig sind." [MEHR]
Elterliche Sorge: Schon vor der Reform mehr Rechte für ledige Väter
Berlin, 19.08.2010 (bmj). Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger erläuterte neue Möglichkeiten für ledige Väter, schon vor einer gesetzlichen Neuregelung das gemeinsame Sorgerecht für ihre nichtehelichen Kinder zu erhalten:
"Bei der elterlichen Sorge hat sich die Rechtslage geändert. Ledige Väter haben heute mehr Rechte als vor einem Monat. Bisher hatten Väter nichtehelicher Kinder keine Möglichkeit, das gemeinsame Sorgerecht gegen den Willen der Mutter zu bekommen." [MEHR]
KINDERSCHUTZ
Offensiver Umgang mit sexuellem Missbrauch erforderlich / Erzbischof Zollitsch hat Recht
Berlin, 18.08.2010 (cducsu). Anlässlich der Aussage des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz zum Umgang mit sexuellem Missbrauch hat die Stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Ingrid Fischbach, erklärt:
"Die Überarbeitung der seit 2002 geltenden Leitlinien der Deutschen Bischofskonferenz zum Vorgehen bei sexuellem Missbrauch, mit der sich der Ständige Rat am 23. August in Würzburg befasst, begrüße ich sehr." [MEHR]
JUGEND UND MEDIEN
Staatssekretär Otto eröffnet die gamescom 2010: "Computerspiele sind Teil der Alltagskultur und schaffen Arbeitsplätze"
Berlin, 19.08.2010 (bmwi). In Köln hat der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Hans-Joachim Otto, am 18. August die gamescom 2010, Europas größte Messe für interaktive Unterhaltungselektronik, mit den Worten "Lasst die Spieler beginnen!" eröffnet. [MEHR]
Verantwortung im Netz nutzen, statt Verbote diskutieren! / Die JU ist auf der "gamescom": Verantwortung statt Verbote
Berlin, 18.08.2010 (ju). Zur Präsenz der Jungen Union auf der am 18. August in Köln begonnenen Messe "gamescom" haben der Bundesvorsitzende der Jungen Union, Philipp Mißfelder, seine bayerische Stellvertreterin Dorothee Bär und der medienpolitische Sprecher der Jungen Union, Bundesschatzmeister Daniel Walther, erklärt:
"Die Junge Union Deutschlands ist wie im Vorjahr auf der 'gamescom', Europas größter Messe für interaktive Spiele und Unterhaltung! Als größter politischer Jugendverband setzen wir uns für die Interessen der jungen Computerspieler und Internetnutzer ein, die nicht durch aktionistische Reglementierungen diskriminiert werden dürfen." [MEHR]
(KAMPF GEGEN) EXTREMISMUS
147 Menschen infolge politisch motivierter Straftaten im Juni 2010 verletzt
Berlin, 24.08.2010 (hib/STO/AW). Im Juni dieses Jahres sind in Deutschland insgesamt 147 Menschen infolge politisch motivierter Straftaten verletzt worden. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung (17/2729) auf eine Kleine Anfrage der CDU/CSU- und der FDP-Fraktion (17/2503) hervor. [MEHR]
71 Menschen im Juni infolge politisch rechts motivierter Straftaten verletzt
Berlin, 19.08.2010 (hib/STO/JOH). In Deutschland sind im Juni dieses Jahres 71 Menschen infolge politisch rechts motivierter Straftaten verletzt worden. Insgesamt wurden im Juni 1.134 solcher Straftaten gemeldet, wie die Bundesregierung in ihrer Antwort (17/2728) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (17/2609) mitteilt. [MEHR]
Fast 300 antisemitische Straftaten im zweiten Quartal 2010
Berlin, 19.08.2010 (hib/STO/JOH). Im zweiten Quartal 2010 sind in Deutschland fast 300 antisemitische Straftaten registriert worden. Insgesamt seien von Anfang April bis Ende Juni dieses Jahres 288 Straftaten mit antisemitischem Hintergrund gemeldet worden, die der politisch rechts motivierten Kriminalität zugeordnet worden seien, berichtet die Bundesregierung in ihrer Antwort (17/2727) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (17/2608). [MEHR]
Ruppert: Kampf gegen Rechtsextremismus im Internet hat Erfolg
Berlin, 24.08.2010 (fdp-frak). Zu den aktuellen Zahlen über den Missbrauch des Internets durch rechtsextremistische Gruppierungen hat der Experte für Fragen des politischen Extremismus der FDP-Bundestagsfraktion Stefan Ruppert erkllärt:
"Die christlich-liberale Koalition nimmt den Kampf gegen Extremismus im Internet weiter ernst und wird erfolgreiche Vorgehensweisen wie die von jugendschutz.net weiter fördern." [MEHR]
AUS KIRCHE UND GESELLSCHAFT
"Helft Pakistan!" / Gemeinsamer Appell der Deutschen Bischofskonferenz und des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland zur Flutopferhilfe
Hannover, Bonn, 19.08.2010 (ekd). Seit fast drei Wochen sind die Menschen in Pakistan von einer Flutkatastrophe ungeheuren Ausmaßes betroffen. Kaum vorstellbar: Eine Fläche halb so groß wie Deutschland steht unter Wasser. Die Not der Menschen schreit zum Himmel. [MEHR]
IN ALLER KÜRZE
Jugenddelegierte zur UN-Generalversammlung 2011 gesucht!
Hannover, 24.08.2010 (aej). Alljährlich wird die Deutsche Delegation zur UN-Generalversammlung von zwei Jugendlichen begleitet. Sie setzen sich vor Ort für die Belange junger Menschen ein, indem sie den Diplomat(inn)en als "Experten(inn)en in Jugendfragen" die Sichtweisen Jugendlicher näher bringen. Junge Leute im Alter zwischen 18 und 25 Jahren haben bis zum 8. November 2010 die Möglichkeit, sich auf die beiden ehrenamtlichen Positionen der Jugenddelegierten 2011 zu bewerben. [MEHR]
VERANSTALTUNGEN
Europäischer Diakonie-Kongress
Stuttgart, 19.08.2010 (dwekd). Armut und Ausgrenzung sind wachsende Herausforderungen in allen europäischen Ländern. Welche Ansätze sollen in der Arbeit gegen Armut und Ausgrenzung verfolgt werden? Diese und weitere Fragen werden auf dem 3. Europäischen Diakonie-Kongress "Diakonie gegen Armut und Ausgrenzung" aufgegriffen. Termin: 23. - 25. September 2010, Ort: Ruprecht-Karls-Universität, Heidelberg, Weitere Informationen und Anmeldung [HIER]
Frühe Hilfe - hilfreich bei häuslicher Gewalt?
Stuttgart, 19.08.2010 (dwekd). Kinder, die Gewalt in der Partnerschaft ihrer Eltern miterleben, brauchen besonderen Schutz und Unterstützung. Der Fachtag "Frühe Hilfe - hilfreich bei häuslicher Gewalt?" bietet eine Plattform für den Austausch zwischen den verschiedenen Handlungsfeldern und Professionen. Termin: 16. September 2010, Ort: Plansecur-Akademie, Druseltalstr. 150, 34131 Kassel, Anmeldung: bis 3. September 2010. Weitere Informationen und Anmeldung [HIER]
WETTBEWERB
Ideen Initiative Zukunft
Karlsruhe, 19.08.2010 (ideeninitiativezukunft). Der Wettbewerb "Ideen Initiative Zukunft" ist eine Kooperation von dm-drogerie markt und der Deutschen UNESCO-Kommission. Nachhaltige Ideen für die Welt von morgen werden mit 1.000 Euro gefördert. Bewerbungsschluss ist am 15. Oktober 2010 (Eingang der Unterlagen). [MEHR]
