CVJM - in aller Welt
Der CVJM-Weltdienst möchte zur Ausbreitung des Reiches Gottes beitragen, insbesondere unter jungen Menschen, und sich einsetzen für mehr Gerechtigkeit und Frieden in dieser Welt.
Dieses grundsätzliche Ziel soll angestrebt werden durch:
- die Stärkung von anderen CVJM-Bewegungen für ihre vielfältigen Dienste
- die Unterstützung von Programmen der Verkündigung und der Beseitigung von Armut und Not
- das Entwickeln von Beziehungen zu anderen CVJM-Bewegungen, in denen wir Gebende und Empfangende sein können
- die Förderung des Umdenkens bei uns selbst, wie wir als Christen unsere Weltverantwortung leben können.
Grundlage des CVJM-Weltdienstes sind die Pariser Basis, die 1855 in Paris anlässlich der ersten Weltbundtagung verfasst wurde, die Bernhäuser Basis, die 1971 auf der Mitarbeitertagung des CVJM-Gesamtverbandes im Bernhäuser Forst formuliert wurde, die so genannte Kampala-Erklärung, die 1973 in Kampala/Uganda vom 6. Weltrat verabschiedet wurde, und Challenge 21, die Beschreibung der Aufgaben und Herausforderungen für die CVJM-Arbeit weltweit im 21. Jahrhundert, angenommen vom 14. Weltrat (1998) in Frechen.
In unseren internationalen Beziehungen des CVJM-Weltdienstes wurden folgende Arbeitsschwerpunkte entwickelt:
- Partnerschaften der Mitgliedsverbände
- Projektförderungen durch Aktion Hoffnungszeichen
- Entwicklungsbezogene Bildung
Was bedeuten diese Grundlagen heute?
Gottes befreiende Liebe
Der CVJM-Weltdienst ist begründet in der Liebe Gottes zu allen Menschen. Gottes Liebe hat in Jesus Christus in Kreuz und Auferstehung ihren tiefsten Ausdruck gefunden. Gott will das Heil und das Wohl des einzelnen Menschen und der ganzen Welt.
Gottes Liebe weitergeben
Es ist eine bleibende Aufgabe, auch für den CVJM, darauf hinzuarbeiten, dass insbesondere junge Menschen in aller Welt Jesus Christus kennen lernen und annehmen können. Durch Wort und Tat sollen wir Gottes Liebe weitergeben. Das ist lebendiges Zeugnis gegen Hoffnungslosigkeit, Ungerechtigkeit und Lieblosigkeit in unserer Welt. Dazu will auch der CVJM-Weltdienst beitragen.
Ganzheit des Menschen
Verkündigung der frohmachenden und befreienden Botschaft von Jesus Christus, konkrete soziale Hilfe und bewusstes politisches Handeln gehören für uns zusammen. Bei Jesus Christus erkennen wir, dass Heil und Wohl des Menschen untrennbar sind. Beides ist Teil des uns von Gott gegebenen Auftrages.
Wir sind Missionsfeld
In der Lausanner Verpflichtung, Artikel 9, heißt es, dass Missionare in zunehmendem Maß von allen Kontinenten im Geiste demütigen Dienstes in alle Kontinente ungehindert gehen sollen. Wir brauchen gerade im evangelistischen Dienst die Hilfe von evangelisierenden Christen aus Gemeinden der Dritten Welt.
Der Ruf in den Dienst
Es gehört auch zu unserem Auftrag, junge Christen dazu zu führen, dass sie im Gehorsam gegenüber Jesus ihren Weg in den weltweiten Dienst erkennen und gehen können. Jedoch ist der Dienst eines jungen Christen in der eigenen Gesellschaft ebenso wichtig und dringlich.
Leben in der einen Welt
Gottes Liebe überwindet ethnische, soziale und religiöse Grenzen. Seine Liebe macht uns frei und befähigt uns, dem nahen und fernen Nächsten zu dienen. Jesus Christus schärft uns den Blick für Arme bei uns und in der ganzen Welt.
In Partnerschaft arbeiten
In Jesus Christus sind wir mit unseren Brüdern und Schwestern verbunden. Von ihm sind wir geachtet und angenommen. Wir dürfen miteinander teilen, was Gott uns an Erfahrungen, Glauben und materiellen Gütern gegeben hat. Darin besteht der Reichtum einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit.
Von Menschen gemachte Probleme
Die heutige Situation ist nicht feststehendes Schicksal, sondern ist von Menschen verursacht. Ungerechtigkeit, Hunger, Ausbeutung, wirtschaftliche Abhängigkeit sind Ausdruck einer bedrückenden Fehlentwicklung in dieser Welt, für die Menschen verantwortlich sind. Auch die Christen sind eingebunden in diese schuldhaften Verhältnisse und müssen prüfen, wo sie zu diesen Fehlentwicklungen beigetragen haben oder noch beitragen.
Solidarität mit den Armen
Wir wissen, dass etwa 1,2 Milliarden Menschen in absoluter Armut leben und unter Hunger, Krankheit und Arbeitslosigkeit leiden. Sie sind Opfer ungerechter Verhältnisse sowohl in ihren eigenen Ländern als auch in der Weltwirtschaft. Der CVJM-Weltdienst findet sich nicht damit ab, sondern arbeitet mit seinen Partnern für eine menschenwürdige Gesellschaft. Wir wollen eine Welt, in der Gerechtigkeit und Frieden herrschen.
Politisches Handeln bei uns
Die Zusammenarbeit mit unseren Partnern muss eine Entsprechung haben im politischen Denken und Handeln in unserem eigenen Land. Wir bemühen uns, die Ursachen der Ungerechtigkeit auch in unserer Gesellschaft aufzudecken und, soweit es in unseren Möglichkeiten liegt, zu beseitigen.
Eingebunden in den Weltbund
Der deutsche CVJM ist Teil der weltweiten Bewegung, in der wir Gebende und Empfangende sind. Wir sehen im Weltdienst unseren Auftrag darin, in vielen Ländern der Welt mitzuarbeiten und uns einzubringen. Dabei begegnen wir Christen anderer Konfessionen und erleben mit ihnen Ökumene. In gemeinsamem Erleben und Handeln überwinden wir konfessionelle Grenzen.
Hoffnung in Christus
Der CVJM ist eine ökumenische, internationale und missionarische Bewegung. Die Grundlage der Arbeit des CVJM ist Gottes Angebot der Erlösung und des Heils in Jesus Christus, das im Glauben erfasst, in der Liebe gelebt und in der Hoffnung bewährt wird. Der CVJM-Weltdienst ist missionarisches Handeln und beinhaltet deshalb:
- Gebet
- Gemeinschaft
- Diakonie
- Lehre und Seelsorge
- Evangelistische Verkündigung.
Unsere Hoffnung gründet sich allein auf Christus. Er will, dass wir hier und jetzt in unserer Welt mitwirken, Veränderungen bewirken, gegen Ungerechtigkeit und Unterdrückung eintreten, Hunger stillen, Tränen abwischen und Hoffnung weitergeben. Er will, dass wir dabei nicht resignieren, sondern auf ihn blicken. Er wird diese Welt selbst vollenden. Das schenkt uns Mut und Gelassenheit, auch im CVJM-Weltdienst.






