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Erdbeben und Tsunami in Japan

Skyline Sendai

Zerstörung an der Küste
Freiwillige Helfer in Sendai
Kinderprogramm in Miyagi
Zirkusvorstellung in Sendai
Aufräumarbeiten in Sendai

Erdbeben und Tsunami verwüsten den Nordosten Japans

Am Freitag, 11.3. hat das stärkste Erdbeben in der japanischen Geschichte den Nordosten des Landes schwer getroffen. Die nachfolgende Tsunamiwelle hinterließ eine Spur der Verwüstung an der Küste. Die Behörden haben bisher eine Zahl von über 13.500 Todesopfern und mindestens 14.000 Vermissten bestätigt, mehr als 2.000 Menschen wurden verletzt. Rund 140.000 Menschen sind aus dem Katastrophengebiet geflüchtet oder evakuiert worden.

Auch die materiellen Schäden sind verheerend, von der Gewalt des Tsunamis wurden über 110.000 Häuser völlig zerstört. Die Straßen und Versorgungsleitungen liegen unter Trümmern. ein zweites schweres Erdbeben erschütterte die Gegend am 7. April und verursachte den Tod von weiteren drei Menschen,  Schäden an Häusern und Stromausfälle.

Schwerwiegende Folgen hatte diese Naturkatastrophe auch auf einige Kernkraftwerke, die in dieser Region stehen und teilweise beschädigt wurden. Von ihnen geht immer noch eine ernste Bedrohung für die Menschen und ihre Umwelt aus. Sie Menschen wissen nicht, ob und wann sie wieder in die radioaktiv belasteten Wohngebiete zurückkehren können.

Informationen in englischer Sprache finden Sie auch auf der Seite des Weltbundes der CVJM.

Der YMCA Japan beteiligt sich im Rahmen seiner Möglichkeiten und in enger Zusammenarbeit mit den Kirchen und anderen Organisationen an den Hilfsmaßnahmen. Direkt im Erdbebengebiet haben der YMCA Sendai und der YMCA Tochigi Hilfe für die betroffene Bevölkerung organisiert. Außerdem sind Personal und Material von verschiedenen nicht betroffenen YMCA (Yokohama, Kobe, Tokio) dort, um sich um die Opfer zu kümmern. Essen und Medikamente kommen bei den Menschen, die nicht in den Sammelunterkünften leben, oft nicht an, deswegen bringen die Freiwilligen sie zu ihnen nach Hause.
Vom YMCA Ibaragi werden Spiel- und Freizeitprogramme für Kinder durchgeführt, die aus Fukushima flüchten mussten. Das Zusammenleben auf engem Raum in den Gemeinschaftsunterkünften ist für die Menschen nicht leicht. Daher ist das von über 60 Freiwilligen getragene Programm des YMCA sehr willkommen. Nach dem Programm verteilen sie Bilderbücher, kleine Spielzuege und Sportgeräte.
Der YMCA Togichi engagiert sich bei der Betreuung von älteren Menschen, die ihre Wohnung verloren haben, andere YMCA stellen ihre Räume für Obdachlose und Essensausgaben zur Verfügung. Viele Freiwillige Helfer sind immer noch mit dem Wegräumen von Schutt und Trümmern beschäftigt.

Insgesamt haben im März und April 3.000 Freiwillige aus verschiedenen japanischen YMCA in den betroffenen Gebieten Hilfe geleistet. Davon profitierten über 6.000 Menschen in den am meisten zerstörten Gebieten und noch einmal ca. 1.200 Menschen in den Gemeinschaftsunterkünften und Evakuierungslagern. Weiterhin sind Hunderte von Freiwilligen im Einsatz.

In dem Langzeitplan für die Aufbauhilfe in den Katastrophengebieten sind als weitere Maßnahmen genannt:

  • Ausbildung von leitenden Jugendmitarbietern zu Aufbauhelfern
  • Unterstützung von Jugendlichen durch Stipendien, Berufsausbildung, Berufsvorbereitung
  • Unterstützung von Kindern in Kindergärten und Krippen
  • dauerhafte Angebote für Menschen mit Traumata
  • Errichtung von Unterstützungs-Zentren für den Wiederaufbau

Der Generalsekretär des YMCA Japan, Shigeru Shimada, ist dankbar für alle Gebete und Anteilnahme in dieser Not.

Durch die Aktion Hoffnungszeichen des CVJM-Gesamtverbandes möchten wir die Nothilfe des YMCA Japan finanziell unterstützen und bitten herzlich um Spenden:

Kontoverbindung:

Konto-Inhaber: CVJM-Gesamtverband in Deutschland

Kontonummer: 5347

BLZ 520 604 10

Bank: Ev. Kreditgenossenschaft Kassel

Stichwort: AHZ 590, Erdbeben Japan

Oder nutzen Sie die Möglichkeit der Online-Spende.