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Erdbeben in der Karibik
zerstörtes Wohnhaus

Menschen suchen in Trümmern
Bilder von Facebook
der Laster ist angekommen
viele Menschen warten
das Hilfspaket ist hochwillkommen

Haiti braucht unsere Hilfe

Das Erdbeben, das Haiti am 12. Januar erschütterte, war das schlimmste seit mindestens 200 Jahren. Mit einer Stärke von 7,0 und mehreren Nachbeben wurden riesige Schäden bei Gebäuden und Infrastruktur angerichtet. Tausende von Toten sind zu beklagen, die tatsächliche Anzahl ist noch zu ermitteln. Die zahllosen Verwundeten können erst nach und nach versorgt werden. Internationale Hilfe ist angelaufen und auch die Weltgemeinschaft der CVJM leistet ihren Beitrag dazu.

Der Koordinator der LACA (Lateinamerikanische und Karibische Allianz der YMCA) für den karibischen Raum ist  der Generalsekretär des YMCA Dominikanische Republik, Andres Fortunato. Als direkter Nachbar des betroffenen Landes hat er Kontakt zum YMCA Haiti aufgenommen und ist mit einem Konvoy hinübergefahren. Das Team hat am 24.1. mit der Verteilung von Nahrung, Sanitärartikeln und 1.-Hilfe-Material begonnen. Ärzte und Freiwillige aus dem internationalen YMCA verstärken inzwischen die einheimischen Helfer. Sie arbeiten eng mit Vertretern anderer Hilfsorganisationen zusammen. Mit den Hilfsgütern konnten 300 Familien und ein benachbartes Waisenhaus versorgt werden. Ein weiterer Konvoy vom YMCA der Dominikanischen Republik ist am 10. Februar erfolgreich nach Port-au-Prince gelangt. Auch diese Lieferung hat besonders bedürftige Familien erreicht.

Inzwischen läuft die Kommunikation mit dem Generalsekretär des YMCA Haiti, Gwénael Apollon, mit dem Weltbund wieder normal. Zwei YMCA-Mitarbeitende sind vermisst und wahrscheinlich als Todesopfer zu beklagen. Von den drei Jugendzentren, die der YMCA Haiti in unterschiedlichen Ortschaften hat, ist nur das in Port-au-Prince schwer beschädigt worden. Ein anderes wurde obdachlos gewordenen Menschen als vorübergehende Unterkunft zur Verfügung gestellt.

Gwénael Apollon wird in den nächsten Wochen von einem Experten aus dem YMCA der USA bei der Koordination der Hilfsmaßnahmen im Land unterstützt. Viele freiwillige Helfer stehen zur Verfügung, da Universitäten und Schulen geschlossen sind. Die Unsicherheit der Menschen ist groß, die internationalen Sicherheitskräfte können nicht überall wachen. In der Nähe des CVJM-Zentrums werden Zelte als geschützte Orte für die Menschen aufgebaut. Die Gefahr, Opfer von Menschenhandel zu werden, gilt derzeit besonders für Waisenkinder.  In diesen Zelten soll auch mit der sozialen Arbeit begonnen werden um Traumatisierten zu helfen. Der CVJM sieht seine besonderen Kompetenzen in diesem Bereich und wird einen Treffpunkt anbieten für Trauernde, zum gegenseitigen Austausch, für Spiel und Erholung.

Dr. Bart Shaha, der Generalsekretär des Weltbundes der CVJM hat zugesagt, im Anschluss an die Soforthilfe werde der Weltbund dafür sorgen, dass die betroffenen Kinder und Familien auf lange Sicht Unterstützung erhalten. Denn nur wenn für die Grundbedürfnisse der Menschen gesorgt ist, können stabile Beziehungen aufgebaut werden. Weitere Informationen in englischer Sprache direkt von der Seite des Weltbundes erhalten Sie hier

Auch Sie können sich mit einer Spende an den Kosten für die Hilfsleistungen beteiligen.

Spendenkonto

Empfänger: CVJM-Gesamtverband
Bank: EKK Kassel
BLZ: 520 604 10
Konto: 5347

Stichwort: Projekt 590

Sollten mehr Spenden eingehen als für das Projekt benötigt, werden wir die Restmittel für ein anderes Projekt im Bereich Flüchtlings- und Katastrophenhilfe verwenden.

17. Februar 2010