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Vom Erdbeben getroffen

Die ganze Habe in einem Einkaufswagen
YMCA Mitarbeitende packen Hilfsgüter zusammen
Schäden am Gebäude des YMCA Temuco
Schäden in der Sporthalle

Nothilfe für Chile

In der Nacht vom 26. auf den 27. Februar bebte in Chile die Erde. Etwa 45 Sekunden dauerte der erste Erdstoß, darauf folgten zahlreiche schwächere Nachbeben. Die Menschen dort sind es gewohnt, da Erdbeben nicht selten sind – selten allerdings in dieser Stärke. Tausende haben ihre Wohnung und ihre Existenzgrundlage verloren. Die stärksten Verluste an Menschenleben und materielle Schäden gab es in den Regionen südwestlich der Hauptstadt Santiago. Die Küstenstädte Concepción und Valparaíso, wo es auch YMCA gibt, sind vom Erdbeben stark betroffen. Die dem Beben folgende Flutwelle richtete gerade dort noch schlimme Schäden an.

Der YMCA in Chile hat keine Toten zu beklagen, Gebäudeschäden sind von Ort zu Ort unterschiedlich stark. Eine Besuchsgruppe aus dem CVJM Bayern ist unversehrt und auch die zur Zeit im YMCA Valparaíso arbeitenden Volontäre. Wer mehr über die Erlebnisse dieser Reise erfahren möchte, kann sich hier Bilder und Berichte ansehen.

Zunächst sind Opfer des Erdbebens mit Nahrungsmitteln, Kleidung und Medizin unterstützt worden. Im YMCA Valparaiso wurden zwei Speiseräume für 100 Erdbebenopfer eingerichtet. Inzwischen hat der Krisenstab des YMCA Chile einen Nothilfeplan für die nächsten 6 Monate erstellt. Im einzelnen sind folgende Maßnahmen vorgesehen

  • Spiel- und Freizeitangebote für 500 Jungen und Mädchen, um mit den schlimmen Erlebnissen fertig zu werden. Psychologische Fachkräfte werden eingesetzt.
  • Workshops für 300 Erwachsene (Haushaltsvorstände), um neue Einkommensquellen zu erschließen.
  • Instandsetzung von 12 YMCA-Gebäuden, die durch das Erdbeben beschädigt wurden, damit dort die Arbeit schnell wieder aufgenommen werden kann.
  • Errichtung von weiteren öffentlichen Speiseräumen, um Kinder und Jugendliche mit Essen zu versorgen
  • Einrichtung von Netzwerken mit anderen Hilfsorganisationen, staatlichen Stellen und Freiwilligen, um die Aktivitäten des YMCA wirkungsvoll zu koordinieren und auszuweiten.

Alle Maßnahmen richten sich an sozial besonders benachteiligte Menschen, die durch das Beben noch mehr auf Hilfe von außen angewiesen sind. Darunter auch Immigranten, viele Arbeitslose und ihre Familien und alleinerziehende Mütter. In den Stadtteilen sind vielfach die Versorgungsleitungen beschädigt worden, sodass das Leben zunächst ohne fließendes Wasser und ohne Strom gemeistert werden muss. In dieser Situation wird der YMCA übergangsweise Hilfe organisieren. Auf längere Sicht versteht sich der YMCA als Anwalt der Menschen um bei öffentlichen Stellen auf Abhilfe zu drängen.


Durch ihr langjähriges Engagement für junge Menschen aus prekären Wirtschaftlichen und sozialen Verhältnissen, hat der YMCA viel Erfahrung, gut ausgebildetes Personal und engagierte Freiwillige, die in dieser besonderen Situation schnell Hilfe organisieren können.

Wenn Sie für diese wichtige Nothilfe und den Wiederaufbau spenden möchten, freuen wir uns über Zahlungen auf folgendes Konto:

CVJM-Gesamtverband, Aktion Hoffnungszeichen
EKK Kassel
BLZ 520 604 10
Kto. 5347
Verwendungszweck: Projekt 590 - Chile