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Informationen zum Umgang mit und zur Prävention von sexuellem Missbrauch im CVJM

Der CVJM (Christlicher Verein Junger Menschen) ist  für 330.000 junge Menschen in 2.200 Vereinen, Jugendwerken und Jugenddörfern ein Treffpunkt. Darüber hinaus erreicht der CVJM mit seinen Programmen, Aktionen und Freizeiten jedes Jahr fast eine Million weitere junge Menschen. Anlässlich der aktuell bekannt werdenden Fälle von sexuellem Missbrauch in Einrichtungen der Jugendarbeit können wir nicht ausschließen, dass Menschen solches auch im CVJM widerfahren ist und widerfährt. Das ist nicht zu entschuldigen.

Sollten Sie Opfer sexuellen Missbrauchs geworden sein, bitten wir Sie: Melden Sie sich bei uns. Wir möchten ihnen helfen und Sie ermutigen, sich uns anzuvertrauen. Nur dann können wir handeln. Wir möchten Ihnen in Ihrer Notlage die notwendige Unterstützung geben und gegen die Täter vorgehen. Ansprechpartnerin im CVJM-Gesamtverband ist Dorothee Pfrommer unter der Telefonnummer (05 61) 30 87-200 und per Mail an pfrommer(at)cvjm.de.

Unabhängige Beratungsstellen

Wenn Sie nicht mit einem CVJM-Mitarbeiter reden möchten, empfehlen wir Ihnen die Kontaktaufnahme mit einer unabhängigen Beratungsstelle. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend listet auf der Homepage www.hinsehen-handeln-helfen.de unabhängige Beratungsstellen auf, bei denen Sie Gehör und Unterstützung finden. Darüber hinaus finden Mitarbeitende im CVJM dort Informationen und Hilfestellungen zum Umgang mit dem Verdacht auf sexuelle Gewalt sowie Aufklärungsmaterial zum Schutz der Kinder und Jugendlichen.

Prävention sexueller Gewalt im CVJM

Auch innerhalb des CVJM in Deutschland fand in den letzten Jahren eine Auseinandersetzung mit der Prävention von Gewalt und insbesondere sexuellen Missbrauchs an Kindern und Jugendlichen statt. Im Folgenden geben wir einen Überblick, was im CVJM schon alles im Blick auf Prävention von sexuellem Missbrauch an Kindern und Jugendlichen getan wurde und wird:

  • Im September 1999 erschien das KASSELER HEFT Nr. 1 (neue Reihe) des CVJM-Kollegs mit dem Titel "Nichts ist leichter anzutasten als die Würde eines Menschen – Sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen", das Grundlage für eine umfassende Auseinandersetzung mit der Thematik und für die Durchführung eines Hearings wurde.
  • Zu diesem Hearing am 17.2.2000 luden das CVJM-Kolleg und der CVJM-Gesamtverband Leitungsverantwortliche aus den Mitgliedsverbänden ein zum Austausch mit zehn Experten aus den Bereichen Medizin, Therapie, Seelsorge, Ethik und Juristerei. Eine Dokumentation finden Sie in unserem CVJM-Shop.
  • Im Anschluss daran bildete sich eine Projektgruppe, die 2001 als Ergebnis eine CVJM-Arbeitshilfe mit dem Titel "Sexueller Gewalt begegnen" veröffentlichte. Diese steht als Heft hier zum Download zur Verfügung.
  • Seither bezieht die Ausbildung am CVJM-Kolleg und an der CVJM-Hochschule die Auseinandersetzung mit sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen im Rahmen der Jugendarbeit ein.
  • Am 21.4.2008 veranstaltete der CVJM-Gesamtverband einen "Konsultationstag zum Schutzauftrag der Kinder- und Jugendhilfe – Umsetzung der §§ 8a und 72a SGB VIII (KJHG) in der Kinder- und Jugendarbeit".
  • 2009 führte das Evangelische Jugendwerk in Württemberg einen Studientag zum Thema "Prävention von sexuellem Missbrauch" durch. Im Rahmen dessen erarbeiteten die hauptamtlich Mitarbeitenden des Werkes eine Selbstverpflichtung, die im Mai 2009 in der Delegiertenversammlung des ejw beschlossen wurde. Zudem entwickelte das ejw eine Praxisanleitung mit dem Titel "Menschenskinder, ihr seid stark! Prävention vor sexueller Gewalt in der evangelischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen." Bestandteile der Praxishilfe sind Grundinformationen, Krisenpläne, Programm-Ideen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Mädchen- und Jungengruppen sowie Entwürfe für Teamsitzungen und Seminare.
  • Am 23. Oktober 2010 verabschiedeten die Delegierten der Mitgliederversammlung des CVJM-Gesamtverbands eine Selbstverpflichtung (PDF, 250 KB) zu den Themen Vernachlässigung, Gewalt und insbesondere sexuelle Gewalt auf der Grundlage der Selbstverpflichtung des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg (beschlossen am 16. Mai 2009 von dessen Delegiertenversammlung).
  • Die aej erstellte eine Schulungsmappe zum Thema "Sexueller Gewalt auf Internationalen Begegnungen, Kinder- und Jugendreisen vorbeugen", zu bestellen direkt bei der aej (bestellung(at)aej-online.de)