Veränderung ist möglich: Leben in der einen Welt
400 junge Menschen aus aller Welt beim YMCA International Youth Forum
Vom 17. bis 19. Juli 2010 begegneten sich 400 junge Menschen aus aller Welt in Hongkong beim YMCA International Youth Forum (IYF), einer Vorkonferenz der 17. CVJM-Weltratstagung. Unter den Teilnehmenden war eine Delegation 12junger ehren- und hauptamtlicher Mitarbeitender aus Deutschland. Unter dem Thema “Striving Global Citizenship for all” (Streben nach weltweitem Bürgerrecht für alle) beleuchteten die 18 bis 30-Jährigen Schlüsselthemen rund um die UN- Millenniumziele unter der Fragestellung, wie junge Menschen rund um die Welt darauf reagieren und zur Erreichung der Ziele beitragen können.
Hauptredner der Konferenz war Liberto Bautisda, Präsident der nichtstaatlichen Organisation CONGO, die beratenden Status bei der UN hat. Er ermutigte die jungen Menschen, ihre Stimme zu erheben und wahrzunehmen: “There is nothing about us, without us” (Es kann ohne uns keine Entscheidung über uns getroffen werden). Junge Menschen als Anwälte der jungen Generation sollten ihre Chance nutzen und an Entscheidungsprozessen auf höchster Ebene teilnehmen für eine bessere Welt – eine Welt, in der jede und jeder das gleiche Bürgerrecht besitzt, eine gerechte Welt in Frieden.
Einfluss der Jugend auf die Erreichung der UN-Millenniumziele
In Diskussionen und Gesprächen im Plenum empfanden die jungen Teilnehmenden die UN-Milleniumsziele, die bis 2015 erreicht werden sollen, als wichtige Herausforderung für den weltweiten CVJM. Der weltweite CVJM kann mit seinem Netzwerk der 130 nationalen Mitgliedsverbände dazu beitragen, globale Partnerschaften zu fördern, voneinander zu lernen und einander Hilfestellung zu geben. Zahlreiche Teilnehmende teilten ihren persönlichen Bezug zu den verschiedenen Themen der acht UN-Millenniumziele.“Ich bin froh, dass ich im indischen CVJM eine Plattform habe, auf der ich herausstellen kann, wie wichtig die Prävention von HIV und Aids für junge Menschen ist. Wenn junge Menschen in die Konzeption, Umsetzung und Evaluation von Grundsätzen und Programmen einbezogen werden, haben sie eine entsprechend größere Bedeutung für die jungen Menschen, für die sie gedacht sind.” so Peter Borges aus dem CVJM Indien. Als Ziele mit dem dringlichsten Auftrag an den weltweiten CVJM stellten die jungen Menschen die Folgenden heraus:
- Bereitstellung von Grundschulbildung für alle Kinder
- Beseitigung extremer Armut und Hunger
- Umweltschutz und Nachhaltigkeit
- Gleichstellung von Frauen und Männern
Es gibt keine Entscheidung über uns ohne uns!
Mit einer Rede sowie kreativen Beiträgen präsentierten die jungen Menschen
die Ergebnisse des Jugendforums bei der Eröffnungsfeier der CVJM-Weltratstagung den 1.134 Gästen aus aller Welt. In seiner Rede bat das Jugendforum den CVJM-Weltbund, die Chancen des weltweiten Netzwerks für die Erreichung der UN-Millenniumziele stärker zu nutzen. Zudem forderten sie den Weltbund auf, den jungen Menschen in der weltweiten CVJM-Bewegung eine stärkere Stimme zu geben: “Der CVJM ist keine Organisation für junge Menschen, sondern von jungen Menschen. Wir jungen Menschen sind keine Themen, über die man spricht, sondern ein Teil der CVJM-Bewegung. Es gibt keine Entscheidung über uns ohne uns!” 40 % der Teilnehmenden des 17. Weltrats 2010 sind unter 30 Jahre alt. Das ist für den auf höheren Ebenen überwiegend von älteren Mitarbeitenden geleiteten CVJM bereits ein großer Schritt in die Richtung nicht nur nach außen, sondern auch nach innen eine Bewegung der Jugend darzustellen.
It’s time to walk the talk
Das internationale Jugendforum war eine äußerst bereichernde Erfahrung für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die diese Welt verändern möchten. Diese jungen Menschen repräsentieren die Hoffnung und die Sehnsucht einer Generation, die bereit ist, die Grenzen durch Geografie, Politik, Generationen, Kultur und Religion zu überwinden. Sie füllen den Leitvers des CVJM-Weltbundes, “Auf dass sie alle eins sein.” aus Johannes 17, 21, mit Leben. Das Forum hat ein neues und weitergehendes Verständnis für die konkrete Bedeutung weltweiten Bürgertums und die Relevanz der UN-Millenniumsziele ermöglicht. Durch die neu geknüpften Kontakte und die bereits bestehenden Partnerschaften waren sich abschließend alle einig, dass nun den Worten Taten folgen sollten: “It’s time to walk the talk.”
Internationale Partnerschaften des deutschen CVJM
Als Mitglied des CVJM-Weltbundes ist der CVJM-Gesamtverband Teil eines Netzwerks aus 130 nationalen CVJM-Bewegungen. Seine 12 Mitgliedsverbände sowie die 2.200 Ortsvereine in Deutschland pflegen Beziehungen zu CVJM auf jedem der fünf Kontinente der Welt. Konkret wird dies unter anderem in internationalen Begegnungen. So gehen in diesem Sommer wieder 20 junge Menschen nach Peru, Costa Rica, Columbien und Indien, um dort für bis zu ein Jahr im Rahmen eines Freiwilligendienstes Menschen, Sprache, Kultur und die CVJM-Jugendarbeit vor Ort kennenzulernen. Mit Projekten der Aktion Hoffnungszeichen unterstützen CVJM in Deutschland Menschen in benachteiligten Ländern auf vielfältige Weise, so wurde z.B. zu Beginn des Jahres der YMCA Haiti dabei unterstützt, im vom starken Erdbeben betroffenen Land Soforthilfe zu leisten.
Presse-Kontakt: Maren Kockskämper, Leiterin des Referats Kommunikation
Tel.: (05 61) 30 87-2 42, Handy: (01 70) 99 55-3 09, E-Mail: presse(at)cvjm.de
Der Christliche Verein Junger Menschen (CVJM/YMCA) ist weltweit die größte überkonfessionelle christliche Jugendorganisation mit insgesamt 45 Millionen Mitgliedern. In Deutschland hat der CVJM-Gesamtverband 330.000 Mitglieder und regelmäßige Teilnehmer. Darüber hinaus erreicht er in seinen Programmen, Aktionen und Freizeiten jedes Jahr fast eine Million junge Menschen. Schwerpunkt ist die örtliche Jugendarbeit in den 2.200 Vereinen, Jugendwerken und Jugenddörfern.
Präses (Vorsitzender) des CVJM-Gesamtverbandes ist Karl-Heinz Stengel, Ministerialrat beim Landesrechnungshof Baden-Württemberg, aus Remchingen in Baden. Hauptamtlich geleitet wird der CVJM-Gesamtverband in Deutschland e. V. mit seiner Geschäftsstelle in Kassel vom CVJM-Generalsekretär. Ab dem 1. April 2011 bekleidet Dr. Roland Werner das Amt des Generalsekretärs. Während der Vakanz ist Klaus Martin Janßen kommissarischer Generalsekretär.








