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Wir haben keinen König an der Spitze

Dr. Matthias Büger und zwei junge Moderatorinnen
Dr. Matthias Büger und zwei junge Moderatorinnen
Beim Rundgang
Beim Rundgang
Mario Steidl, Vorsitzender des CVJM-Kreisverbandes Wetzlar-Gießen, Dr. Matthias Büger, MdL, hochschulpolitischer Sprecher der hessischen FDP-Landtagsfraktion und Johanna Becker, Leiterin des Mädchenzeltlagers (v.l.)
Mario Steidl, Vorsitzender des CVJM-Kreisverbandes Wetzlar-Gießen, Dr. Matthias Büger, MdL, hochschulpolitischer Sprecher der hessischen FDP-Landtagsfraktion und Johanna Becker, Leiterin des Mädchenzeltlagers (v.l.)

FDP-Politiker Dr. Büger ruft beim CVJM-Zeltlager zu gesellschaftlichem Engagement auf

Greifenstein-Rodenroth / Berlin / Kassel, 19.07.2010 (cvjm). Der hochschulpolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, Dr. Matthias Büger, hat am 19. Juli 2010 das Mädchenzeltlager des CVJM (Christlicher Verein Junger Menschen) Ehringhausen unterwegs e.V. besucht, das auf dem CVJM-Freizeitgelände in Greifenstein-Rodenroth stattfindet. An dem Zeltlager nehmen 75 Mädchen im Alter von neun bis 13 Jahren und 13 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen teil.

CVJM-Vergangenheit, Fische und Lieblingsfach Mathematik

Die Mädchen hatten sich viele Fragen überlegt. Persönliche Fragen standen am Beginn. Matthias Büger outete sich als früherer CVJM-Jungscharler, der zwar noch nie auf einem CVJM-Zeltlager war, aber mehrere Jahre in einer Jungschargruppe und auch bei Jungscharballontagen dabei war. Dafür gab es eine Menge Sympathiepunkte. Als er sich zu seinem Lieblingsfach Mathematik bekannte, ging eher ein Raunen durch die Reihen. Nicht fehlen durfte die bei Mädchenfreizeiten schon klassische Frage nach eigenen Haustieren. Als Kind habe er sich immer einen Hund gewünscht. Dieser sei ihm aber nicht erfüllt worden. Das Ergebnis von Kompromissverhandlungen mit seiner Mutter seien dann Fische gewesen, die er noch heute habe.

Großartige Reden, aber noch ein bisschen Außenminister lernen

Danach gab es viele Fragen zur Politik. So wollten die Mädchen unbedingt Bügers Meinung zu Angela Merkel und Guido Westerwelle wissen. Westerwelle habe er schon oft bei Parteitagen erlebt, so der FDP-Politiker. Da habe er großartige Reden gehalten. Manches würde er jedoch anders machen. Er müsse "noch ein bisschen Außenminister lernen". Von Angela Merkel wünschte er sich mehr Entscheidungsfreude. Zuhören sei wichtig in der Politik. Irgendwann müssten dann aber auch Entscheidungen getroffen werden.

Kleinere Klassen und Ganztagschule, aber das wichtigste sind die Lehrer  
Großes Interesse bei den Teilnehmerinnen fand die Schulpolitik. Viele Mängel seien inzwischen behoben worden, so Dr. Büger. So seien mehr Lehrer eingestellt und die Klassen verkleinert worden. Die Politik könne auch dafür sorgen, dass Lehrer zukünftig besser ausgebildet würden. Das Entscheidende seien aber die Lehrer selbst. Guten Unterricht könnten letztlich nur gut motivierte Lehrer machen. Die Mädchen wollten wissen, wo der FDP-Politiker weiteren Verbesserungsbedarf sieht. Die flexible Schuleingangsphase schon ab fünf Jahren sei für ihn wichtig und ermögliche einen bessren Übergang vom Kindergarten in die Grundschule. Wenn er ganz viel Geld zur Verfügung hätte, würde er die Klassen weiter verkleinern. Schließlich sei es wichtig die Ganztagsschulen auszubauen. Diese müssten allerdings freiwillig sein. Besonders in Großstädten, wo die familiären Verhältnisse häufig nicht so stabil seien, sei ein solches Angebot wichtig.

Engagiert euch!

Das politische Engagement begann für Dr. Büger schon in der Schule, wo er Klassensprecher war. Über zwei Jahrzehnte waren es viele ehrenamtliche Funktionen, bis er im letzen Jahr in den Landtag gewählt wurde. Dr. Büger rief die Mädchen dazu auf sich später selbst zu engagieren, in der Politik, in Vereinen, wie dem CVJM oder in der Kirchgemeinde. Dafür müsse man Zeit einsetzen. Solches Engagement bringe aber auch viel. Der Vorteil unserer staatlichen Ordnung sei, dass wir keinen König an der Spitze hätten, der sagt wo es lang geht. Vielmehr könne jeder die Gesellschaft mit gestalten.

Der Besuch von Dr. Matthias Büger, MdL, fand im Rahmen der diesjährigen bundesweiten Aktion “Miteinander reden - voneinander lernen: Politikerinnen und Politiker beim CVJM“ statt, die in diesem Jahr zum 14. Mal in Folge stattfindet. Bundesjugendministerin Dr. Kristina Schröder hat die Schirmherrschaft dafür übernommen.

Rückfragen beantwortet Ihnen gerne:
Sigrid Müller (Referentin für Jugendpolitik)
CVJM-Gesamtverband in Deutschland e. V., Referat Jugendpolitik,
Auguststraße 80, 10117 Berlin-Mitte
E-Mail: jugendpolitik(at)cvjm.de, Mobil: (0170) 99 55 308

Presse-Kontakt: Maren Kockskämper, Leiterin des Referats Kommunikation
Tel.: (05 61) 30 87-2 42, Handy: (01 70) 99 55-3 09, E-Mail: presse(at)cvjm.de

Der Christliche Verein Junger Menschen (CVJM/YMCA) ist weltweit die größte überkonfessionelle christliche Jugendorganisation mit insgesamt 45 Millionen Mitgliedern. In Deutschland hat der CVJM-Gesamtverband 330.000 Mitglieder und regelmäßige Teilnehmer. Darüber hinaus erreicht er in seinen Programmen, Aktionen und Freizeiten jedes Jahr fast eine Million junge Menschen. Schwerpunkt ist die örtliche Jugendarbeit in den 2.200 Vereinen, Jugendwerken und Jugenddörfern.

Präses (Vorsitzender) des CVJM-Gesamtverbandes ist Karl-Heinz Stengel, Ministerialrat beim Landesrechnungshof Baden-Württemberg, aus Remchingen in Baden. Hauptamtlich geleitet wird der CVJM-Gesamtverband in Deutschland e. V. mit seiner Geschäftsstelle in Kassel vom CVJM-Generalsekretär. Ab dem 1. April 2011 bekleidet Dr. Roland Werner das Amt des Generalsekretärs. Während der Vakanz ist Klaus Martin Janßen kommissarischer Generalsekretär.