"Auf alle Fälle wählen"

Ingo Hojer, Leiter des Konfi-Castles, im Gespräch mit Jürgen Herrmann
Ingo Hojer, Leiter des Konfi-Castles, im Gespräch mit Jürgen Herrmann
Pfarrer Uwe Sundermann, Ingo Hojer, Jürgen Herrmann, MdB
Pfarrer Uwe Sundermann, Ingo Hojer, Jürgen Herrmann, MdB
Teilnehmende Konfirmandinnen und Konfirmanden aus Schieder-Swchalenberg
Teilnehmende Konfirmandinnen und Konfirmanden aus Schieder-Swchalenberg
Leonard Ottolien und Jannik Gallmann (v.l.) überreichen Jürgen Herrmann das PiP-Zertifikat
Leonard Ottolien und Jannik Gallmann (v.l.) überreichen Jürgen Herrmann das PiP-Zertifikat
Jürgen Herrmann im Kloster Hardehausen

Hardehausen / Detmold / Kassel, 29.08.2009 (cvjm). Der CDU-Bundestagsabgeordnete Jürgen Hermann hat am 29. August 2009 das Konfi-Castle des CVJM-Kreisverbandes Lippe (Christlicher Verein Junger Menschen) besucht. An der etwas anderen Konfirmandenfreizeit, die vom 28. bis 30. August 2009 im Kloster Hardehausen bei Warburg stattfindet, nehmen 152 Konfirmanden und 46 Mitarbeitende aus Lippe teil. In einem der Workshops stand Jürgen Herrmann den Konfis Rede und Antwort. 

Vielfältiges Themenspektrum
Das Themenspektrum, zu dem die Jugendlichen Auskunft wollten, war breit. Es reichte vom Alltag eines Abgeordneten, über die Materialschlacht im Wahlkampf, mehr Volksabstimmungen bis zur Neuregelung der Erbschaftssteuer und zur Kommunalpolitik.

Durch Argumente überzeugen, nicht durch Geschenke
Das Geld, das die Parteien für den Wahlkampf ausgeben würden, sei doch besser angelegt, wenn dies für gute Zwecke gespendet würde, so ein Teilnehmer. Jürgen Herrmann gab seinem Gesprächspartner dahingehend Recht, dass man die Wirkung von Wahlplakaten sicher nicht überschätzen dürfe. Darauf zu verzichten sei aber auch nicht so einfach, weil man dem Kandidaten dann nachsagen könne, er habe es wohl nicht nötig. Vor der Wahl Geschenke zu verteilen, sei aber nicht der richtige Weg. Damit würden die Parteien den Eindruck erwecken sie wollten Stimmen kaufen. Die Bürger seien zu Recht kritisch, wenn sie den Eindruck hätten, Politiker verteilten vor den Wahlen Wahlgeschenke. „Man muss durch Argumente überzeugen, nicht durch Geschenke.“, so der CDU-Politiker.

„Welche Partei würden Sie wählen, wenn Sie die CDU nicht wählen dürften?“
Das wollte einer der Konfis wissen. Jürgen Herrmann zögerte, doch dann gab er die Unterstützung für den potenziellen Koalitionspartner FDP zu Protokoll.

„Und welche Partei würden Sie wählen, wenn Sie auch die FDP nicht wählen dürften?“ wollte ein anderer Teilnehmer wissen.

Wieder Zögern. “Auf der kommunalen Ebene die Freien Wähler. Sonst die SPD, aber dann würde ich mich am rechten Rand der SPD befinden, der der CDU näher steht als den Linken.“

„Aber Sie würden trotzdem wählen gehen““ wollte es der Fragesteller genau wissen.

„Ja klar.“, kam die Antwort ohne Zögern. „Wer nicht wählt, vertut die Chance seinen Lebensraum mit zu gestalten.“ Im Übrigen gäbe es ohnehin keine Partei, mit der man immer übereinstimme. Auch er stimme mit der CDU nicht immer überein.

Herrmann erinnerte daran, dass sich Menschen vor uns das Wahlrecht mit großen Opfern erstritten hätten. „Und wir gehen heute oft so leichtfertig damit um.“ Neulich habe er mit einer Schulklasse diskutiert. Ein aus Sri Lanka stammender Schüler habe ihm erzählt, dass sein Großvater ermordet worden sei, weil er sich für das allgemeine Wahlrecht eingesetzt habe.

Der Besuch von Jürgen Herrmann, MdB, beim Confi-Castle in Hardenhausen fand im Rahmen der zeitlich unbefristeten bundesweiten CVJM-Aktion PiP (Politiker im Praktikum) statt, für die Bundesbildungsministerin Dr. Annette Schavan, MdB, die Schirmherrschaft übernommen hat.

Der Christliche Verein Junger Menschen (CVJM/YMCA) ist weltweit die größte überkonfessionelle christliche Jugendorganisation mit insgesamt 45 Millionen Mitgliedern. In Deutschland hat der CVJM-Gesamtverband 330.000 Mitglieder und regelmäßige Teilnehmer. Darüber hinaus erreicht er in seinen Programmen, Aktionen und Freizeiten jedes Jahr fast eine Million junge Menschen. Schwerpunkt ist die örtliche Jugendarbeit in den 2.200 Vereinen, Jugendwerken und Jugenddörfern.

Präses (Vorsitzender) des CVJM-Gesamtverbandes ist Karl-Heinz Stengel, Ministerialrat beim Landesrechnungshof Baden-Württemberg, aus Remchingen in Baden. Hauptamtlich geleitet wird der CVJM-Gesamtverband in Deutschland e. V. mit seiner Geschäftstelle in Kassel von CVJM-Generalsekretär Pfarrer Dr. Wolfgang Neuser, MBA. 

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