Entwarnung für Fußballer: Grüne wollen Fußball nicht verbieten
Angela Dorn im CVJM-Jungscharcamp in Münchhausen
Münchhausen / Berlin / Kassel / Detmold 22.07.2010 (cvjm). Die Marburger Landtagsabgeordnete Angela Dorn (Bündnis90/Die Grünen) hat am 22. Juli 2010 das Jungscharcamp des CVJM-Kreisverbandes Lippe (Christlicher Verein Junger Menschen) besucht, das auf dem CVJM-Freizeitgelände in Münchhausen stattfindet. An dem Zeltlager nehmen 23 Kinder im Alter von neun bis zwölf und acht, vorwiegend ehrenamtliche Mitarbeitende teil. Die Kinder kommen überwiegend aus Lippe, aber auch eine kleine Gruppe vom CVJM-Landesverband Kurhessen Waldeck ist mit dabei.
Politikinteressierte Kids
Fragen der Kinder zur Person, aber auch zur Politik prasselten nur so auf Angela Dorn nieder. Von Politikverdrossenheit war bei den Kids keine Spur.
Freizeiterfahrungen
Die Kinder erfuhren von Angela Dorn, dass sie als Kind mit dem Sportverein auf Freizeit war und später selbst einmal eine Freizeit mit einem Naturschutzverband organisiert hat. Jetzt als Landtagsabgeordnete habe sie für Hobbys wenig Zeit. In ihrer wenigen Freizeit mache sie aber leidenschaftlich gerne geocaching. Ansonsten verbringt sie ihre Freizeit gern mit ihrem Mann und guten Freunden.
Wer mit wem?
In kindgerechter Sprache erklärte Angela Dorn die Politik. Am liebsten würde die Grünenpolitikerin mit der SPD koalieren. Wenige Gemeinsamkeiten sieht sie mit der FDP. An dieser Partei stört sie vor allem, dass sie Steuern senken möchte. Angesichts der immensen Staatsverschuldung sollten ihrer Meinung nach Gutverdienende mehr Steuern als jetzt zahlen. Die CDU ist ihr lieber als die FDP. Auch eine Koalition mit den Christdemokraten mochte sie nicht ausschließen. Es käme immer darauf an, mit wem man möglichst viel von der eigenen Politik umsetzen könne.
Unterscheiden möchte sie unbedingt zwischen den Parteien und einzelnen Politikern. Sie verstehe sich mit Kollegen anderer Parteien sehr gut, ohne dass sie deren Partei immer möge. Ein gespaltenes Verhältnis habe sie zu den Linken. Da gebe es in Hessen einige gute Leute, aber insgesamt habe die Partei ihr Verhältnis zur SED-Vergangenheit noch nicht geklärt. Außerdem verspräche die Partei sehr viel ohne zu sagen, wie dies zu finanzieren sei. Überhaupt nicht möge sie die rechtsextremen Parteien, so Dorn.
Kritisch an ihrer eigenen Partei sieht Dorn die Tatsache, dass sie sich inzwischen sehr angepasst hat. Allerdings seien in der Politik immer Kompromisse nötig, da eine Partei sehr selten allein über die Mehrheit im Parlament verfüge.
Atomkraftwerk abschalten und viele Windräder aufstellen
Wenn die Grünen in Hessen allein die Landespolitik bestimmen könnten, würden sie das Atomkraftwerk abschalten und ganz viele Windräder aufstellen. Darüber hinaus müsse aber auch noch Energie gespart werden. Ebenso würden sie mehr Geld in die Bildung stecken, so Angela Dorn, die in ihrer Fraktion auch Sprecherin für die Belange der Studierenden ist. Noch immer hänge der Bildungserfolg in Deutschland vom Geldbeutel der Eltern ab. Es solle aber jeder Jugendliche die Chance haben zu studieren.
Politiker würden deshalb ihre Versprechen häufig nicht einhalten, weil sie diese nach der Wahl in einer Koalition nicht umsetzen könnten. Manchmal würden Politiker aber auch bewusst vor der Wahl falsche Versprechungen abgeben. Das sei nicht in Ordnung. Sie ermunterte die Kinder solche Politiker später mit dem Stimmzettel zu bestrafen.
Entwarnung für Fußballer: Grüne wollen Fußball nicht verbieten
Ein fußballbegeisterter Junge fragte besorgt, ob er noch Fußball spielen dürfe, wenn die Grünen regieren würden. Schließlich leide ja der Rasen darunter. Angela Dorn gab Entwarnung. Die Grünen seien nicht gegen alles bei dem die Natur in irgendeiner Weise beeinträchtigt werde. Selbstverständlich würden sie das Fußballspielen nicht verbieten.
Der Besuch von Angela Dorn, MdL, fand im Rahmen der diesjährigen bundesweiten Aktion “Miteinander reden - voneinander lernen: Politikerinnen und Politiker beim CVJM“ statt, die in diesem Jahr zum 14. Mal in Folge stattfindet. Bundesjugendministerin Dr. Kristina Schröder hat die Schirmherrschaft dafür übernommen.
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Sigrid Müller (Referentin für Jugendpolitik)
CVJM-Gesamtverband in Deutschland e. V., Referat Jugendpolitik,
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Der Christliche Verein Junger Menschen (CVJM/YMCA) ist weltweit die größte überkonfessionelle christliche Jugendorganisation mit insgesamt 45 Millionen Mitgliedern. In Deutschland hat der CVJM-Gesamtverband 330.000 Mitglieder und regelmäßige Teilnehmer. Darüber hinaus erreicht er in seinen Programmen, Aktionen und Freizeiten jedes Jahr fast eine Million junge Menschen. Schwerpunkt ist die örtliche Jugendarbeit in den 2.200 Vereinen, Jugendwerken und Jugenddörfern.
Präses (Vorsitzender) des CVJM-Gesamtverbandes ist Karl-Heinz Stengel, Ministerialrat beim Landesrechnungshof Baden-Württemberg, aus Remchingen in Baden. Hauptamtlich geleitet wird der CVJM-Gesamtverband in Deutschland e. V. mit seiner Geschäftsstelle in Kassel vom CVJM-Generalsekretär. Ab dem 1. April 2011 bekleidet Dr. Roland Werner das Amt des Generalsekretärs. Während der Vakanz ist Klaus Martin Janßen kommissarischer Generalsekretär.


