Niger

Gegen die perspektivlosigkeit

Niger zählt zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt. Eine Konsequenz der seit Jahren anhaltend hohen Geburtenrate ist auch eine hohe Jugendarbeitslosigkeit, die zu einem Gefühl der Ohnmacht und Aussichtslosigkeit bei den Jugendlichen führt.

Viele junge Menschen sehen für sich kaum Zukunftsperspektiven und sind in einem Netz von Gewalt, Diskriminierung und Ausbeutung gefangen. Ein weiteres Problem ist das der politischen Perspektivlosigkeit, die daraus resultiert, dass die Menschen ihre Rechte, Pflichten und Möglichkeiten als Bürger schlichtweg nicht kennen. Wenn Menschen nicht die Möglichkeit sehen, ihre Lage durch eigenes Zutun zu verbessern und nur auf Hilfsleistungen anderer angewiesen zu sein scheinen, leidet das Selbstwertgefühl. Wirtschaftlich arme Menschen werden oft würdelos behandelt und nehmen dies manchmal gar nicht mehr so wahr.

Eine große Chance tut sich auf

Im YMCA Niger arbeitet man seit vielen Jahren an diesen Problemen, wodurch es gelungen ist, zahlreiche junge Menschen in Ausbildung und Arbeit zu bringen. Jetzt tut sich eine große Chance auf, weil ein Grundstück für die Erweiterung der YMCA-Programme weiter außerhalb der Hauptstadt Niamey erworben werden konnte. Hier ist ein Neubau mit Räumen für verschiedene Veranstaltungen des YMCA, für Seminare, Workshops und Sport geplant. Mit der gesammelten Erfahrung und Kompetenz zu Aufbau und Implementierung von Programmen kann der YMCA Niger an diesem neuen Standort YMCA-Programme aufbauen. Die Finanzierung für dieses Großprojekt konnten weder der YMCA Niger noch Aktion Hoffnungszeichen allein stemmen, aber es ist gelungen, dafür einen wesentlichen Zuschuss vom Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) zu bekommen. Damit kann die erfolgreiche Arbeit des YMCA Niger nachhaltiger gestaltet werden und noch mehr Menschen erreichen. Wenn der Bau fertig ist, entfallen kostspielige Mietzahlungen für Seminarräume und Trainings. Durch die Kurse für rhetorisches Training, Sportprogramme, dem Erlernen von Finanzierungs- und Business Skills und durch professionelle Begleitung sollen die jungen Erwachsenen Teil einer Gesellschaft werden und Zuversicht bekommen, dass sie selbst etwas verändern können.

möglichkeiten für veränderung

Die Zielgruppe sind vor allem Jugendliche zwischen vierzehn und dreiundzwanzig Jahren aus Niamey und den angrenzenden Bezirken. Diese jungen Menschen brauchen berufliche und gesellschaftliche Perspektiven, um ihr Gemeinwesen voranbringen zu können.
Eine erhöhte Medienpräsenz des YMCA Niger durch Radiobeiträge, Debatten oder Konferenzen soll dazu beitragen, dass ein größeres Bewusstsein für Themen wie beispielsweise Menschen- und Bürgerrechte, soziale Gerechtigkeit, Geschlechtergleichstellung und Demokratie entsteht. Durch Workshops zur Leiterschaft bekommen die jungen Menschen die Möglichkeit, sich selbst auszuprobieren und ihre Talente und Fähigkeiten kennenzulernen und sie einzusetzen. Außerdem bewirbt der YMCA unterschiedliche gesellschaftsrelevante Dialoge und Debatten vor Ort und ermutigt Jugendliche zur Teilnahme. Ihr Wissen befähigt die Teilnehmenden dazu, sich als Multiplikatoren durch die gezielte Weitergabe der Themen selbst in die Gesellschaft einzubringen.

junge Erwachsene aus dem Programm
junge Erwachsene aus dem Programm
Einübung demokratischer Regeln beim Rhetorik-Training
Einübung demokratischer Regeln beim Rhetorik-Training
Frauen beim Fußballspiel
Frauen beim Fußballspiel
junge Menschen in einer Diskussionsrunde
junge Menschen in einer Diskussionsrunde

Spenden

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Kurz & knapp
Projektname: YMCA-Zentrum Niger
Projektnummer: 42344
Projektbereich: Perspektiven für junge Menschen
Laufzeit: 12/2021 - 12/2024
Fördersumme: 17.294 Euro (=Eigenanteil; gesamt: 173.000 Euro)

Partner: BMZ und CVJM Schlesische Oberlausitz

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