Peru: Straßenkinder

Eine glückliche Kind­heit ent­scheidet über die Zukunft

In Lima, der Hauptstadt Perus, gibt es viele Familien, die in Armut leben und kaum Zugang zu medizinischer Versorgung haben. Viele Kinder müssen mit ihrer Arbeit zum Familieneinkommen beitragen um zu überleben.

Der YMCA unterstützt Familien in dieser Not und ermöglicht den Kindern eine Ausbildung und unbeschwertere Kindheit. Seit mehr als 23 Jahren besteht das Programm "Crecemos Felices – Wir wachsen glücklich auf". Mit dem neuen Schwerpunkt auf digitale Inklusion wird auf einen Mangel reagiert, der in den letzten Jahren sichtbar geworden ist.

Nicht nur schulische Grundbildung, sondern auch der richtige Umgang mit Computern muss vermittelt werden. Zudem bestehen Gefährdungen durch das ungeschützte Nutzen des Internet - vor allem für Kinder.

Der YMCA Lima will hier mit geschultem Personal präventiv tätig werden. Da die Kinder in der Regel in ihren Familien keine eigenen Computer nutzen, sind sie auf dem weiteren Bildungsweg von den modernen Entwicklungen abge­schnitten, was die Chancen auf eine positive berufliche Laufbahn sehr einschränkt.

Jungen im Programm des YMCA
Jungen im Programm des YMCA

Ein Vertrag für Bildung

Die Zielgruppe sind vor allem Kinder zwischen sechs und elf Jahren aus dem Zentrum Limas. Diese Kinder gehören zur Risikogruppe, bei denen die Gefahr, dass sie bereits in jungen Jahren arbeiten müssen, besonders hoch ist.

Um an dem Programm teilnehmen zu können, brauchen die Kinder eine Krankenversicherung und ihre Eltern müssen gewährleisten, dass die Kinder täglich zur Schule gehen. Diese und andere Regeln werden in einem Vertrag unterschrieben, der auf zwei Jahre festgelegt ist.

Das Ziel des vielseitigen Mitarbeiterteams, bestehend aus Sozialarbeitern, Psychologen, Ausbildern und Freiwilligen, ist es, die Familien zu stärken und gegen Kinderarbeit vorzugehen. Damit das gelingt, werden regelmäßig Kurse für Kinder und Eltern angeboten. In diesen werden die kognitiven Fähigkeiten der Kinder gestärkt, Computertrainings angeboten und gesellschaftlich relevante Themen wie z. B. Gesundheit oder aktive Bürgerschaft besprochen.

Zusätzlich werden die Eltern für die Problematik der Kinderarbeit sensibilisiert und lernen, wie sie ihre Kinder in der Schulausbildung angemessen unterstützen können.

Durch die Angebote erhalten sowohl die Eltern als auch die Kinder die Möglichkeit, Autonomie, Selbstständigkeit und Selbstschutz zu entwickeln.

die Eltern werden mit eingebunden
die Eltern werden mit eingebunden

Einfluss aufs Leben

Das Projekt gibt Kindern die Chance, kognitive, emotionale und soziale Kompetenzen zu entwickeln, die ihnen nicht nur im Schulalltag, sondern in ihrem ganzen weiteren Leben helfen. Außerdem werden sie zu mündigen Bürgerinnen und Bürgern mit einem fundierten Bewusstsein über ihre Rechte und Pflichten ausgebildet.

Auch in den Familien erlebt man einen Wandel, der durch die veränderte Sichtweise in Bezug auf Rollenverteilung, Gesundheit und Bildung ausgelöst wird und für ein besseres Familienklima sorgt.

Durch das Programm erhalten neben den Kindern auch die Eltern neue Zukunftsperspektiven und Anregungen dafür, wie sie in Zukunft Geld verdienen und ihre Lage auch ohne die Arbeit der Kinder verbessern können.

Clownsgruppe vor der Aufführung
Clownsgruppe vor der Aufführung

Spenden

Sie möchten dieses Projekt konkret unterstützen? Klicken Sie auf den roten Punkt oben rechts. Geben Sie dann auf dem Online-Spenden-Formular im Feld "Nachricht" die Projektnummer 42240 ein.

Kurz & knapp

Projektname: "Crecemos Felices" - Digitale Inklusion für alle
Projektnummer: 42240
Projektbereich: Perspektiven für junge Menschen
Laufzeit: 01/2020 - 12/2021
Fördersumme: 16.000 Euro

Partner: AG der CVJM

Faltblatt Peru Straßenkinder