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Neuigkeiten

Neue Aufbrüche: YChurch im CVJM Baden

[Ein Beitrag von Jan Schickle]

„Wir haben eine hoch-motivierte und engagierte Generation von gläubigen Jugendlichen vor uns, die ihren Glauben authentisch leben will. Für Kirche und CVJM ist jetzt die Frage, wie wir einen guten und gesunden Rahmen finden, dieser Generation Raum und Platz zu geben, damit sie ihren Glauben leben kann.“

YChurch im CVJM Baden

So beschrieb es Dr. Tobias Faix, Professor an der CVJM-Hochschule, in unserem Magazin „Streiflichter“ zum Thema YChurch (dort findet man auch viele weitere spannende Artikel dazu: Link zur PDF). Genau mit dieser Frage beschäftigt sich das Konzept der YChurch.

Die Ausgangslage

Die Statistik mit der erwarteten Entwicklung der Kirchenmitglieder in den nächsten Jahrzehnten ist bekannt. Die enge Verbindung von CVJM und Kirchengemeinden in Baden stellt uns auch dabei vor Herausforderungen.

Wir erleben in vielen CVJM-Ortsvereinen den großen Wunsch danach, vor Ort weiterhin aktiv Gemeinde zu gestalten. Dabei wollen junge Menschen nach vorn denken, neue Dinge ausprobieren und damit an ihrer geistlichen Heimat bauen.

Leider sehen wir hierbei häufig bremsende Elemente. Wir merkten, dass es ein Konstrukt braucht, um diese Hemmnisse überwinden zu können. So entstand die Idee der YChurch.

YChurch als Chance

YChurch will junge Menschen ermutigen, vor Ort Kirche zu gestalten. Letztlich wird Kirche dadurch belebt, dass sich Menschen berufen lassen. Dabei hat die YChurch eine klare Ausprägung:

  1. Sie hat Jesus in der Mitte.
  2. Sie orientiert sich an der Kultur der jungen Generation.
  3. Sie ist klar menschenorientiert und damit unperfekt.
  4. Sie will, wie der CVJM, ganzheitlich das Leben in den Blick nehmen.
  5. Sie ist gastfreundlich und offen für alle Menschen.

Wenn junge Menschen in diesem Rahmen gestalten können, verändert sich ihr Umfeld und damit auch die Gesellschaft.

Wir sehen in der klaren Ausrichtung der YChurch die große Chance, sich im Verhältnis zu anderen Kirchen zu positionieren. Sie will keine Konkurrenz sein, sondern Menschen vereinen, begeistern und dann auch neue Menschen gewinnen.

Wenn wir keine neuen Wege einschlagen, stellt sich die Frage, wo ein Aufbruch entstehen kann. In diese offene Frage stellt sich die YChurch als mögliche Lösung.

Die aktuelle Lage

Stand heute haben wir ein sehr spannendes Projekt in Weil am Rhein, wo die Johannesgemeinde Weil am Rhein gemeinsam mit dem CVJM Baden eine YChurch gründete. Wir erleben dort genau den Aufbruch, den wir uns wünschen. Die klare Ausprägung der YChurch ist attraktiv für die Menschen in Weil am Rhein und immer wieder hören wir von dort von genialen Entwicklungen.

Neben diesem Projekt gibt es drei weitere wichtige Themen, die uns aktuell bei der YChurch beschäftigen:

  • Unser YChurch-Netzwerk von sechs Vereinen mit gemeindlichen Strukturen im CVJM Baden trifft sich regelmäßig. Dabei besteht ein reger Austausch sowohl über organisatorische als auch inhaltliche Fragestellungen. Immer wieder können wir Ergebnisse aus diesem Netzwerk in andere Bereiche einfließen lassen.
  • Mit unserer Landeskirche sind wir im engen Austausch darüber, wie wir mit dem Thema YChurch auch über Weil am Rhein hinaus gemeinsam unterwegs sein können. Dabei geht es vor allem auch um strukturelle Themen, die wir ergebnisoffen diskutieren.
  • Auch über die Landeskirche hinaus arbeiten wir aktuell mit Partnern zusammen. Zur Gründung einer YChurch wollen wir vor allem Menschen finden, die eine Leidenschaft für den Ort bzw. die Stadt, die Menschen und das Projekt haben. Daher sind wir dort offen für diverse Projektpartner und sind bereits in vielversprechenden konkreten Gesprächen.

Der Leib Christi ist Kirche

Ganz egal, in welchen vielfältigen Erscheinungs- und Organisationsformen sich der Leib Christi darstellt, ist er Kirche im biblischen Sinne.

Nicht ein Gebäude oder die Organisation sind dabei entscheidend, sondern es geht um die Menschen, die gemeinsam die Kirche bilden. So versteht sich die YChurch.

Jan Schickle, Landessekretär im CVJM Baden